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Leider keine Kinderpornoindustrie
Was einem eigentlich schon durch nur logisches Nachdenken klar sein muss, wurde nun in einer wissenschaftlichen Studie: „Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie über das Internet“ an der auch das niedersächsische Innenministerium beteiligt ist bewiesen: "Unentgeltliche Tauschbörsen größter Markt für kinderpornographische Bilder". Warum hätte man da auch mit Hirnschmalz darauf kommen können?
1. Um eine "gewerbliche" Produktion zu machen müsste man einen Zugriff auf viele Kinder haben. Die Zahl der Personen die das theoretisch haben ist sehr begrenzt. Je mehr Kinder auch von einer Person und an einem Ort quasi "verarbeitet" werden, desto größer wird auch die Gefahr für den Produzenten ausgeforscht zu werden. In so fern ist eine Produktion im großen Stiel viel zu riskant.
2. das nächste Problem wäre der entgeltliche Vertrieb. Hier haben wir dann Spuren des Geldtransfairs und ein großes Risiko des Zahlungsausfalls, gegen den man sich in diesem Fall wohl kaum wehren kann ohne sich einer Strafverfolgung auszusetzen.
3. Wie auch die Studie zeigt erfolgt die Verbreitung und der Austausch kostenlos. Nach dem Motto "Gibst du mir geb ich dir." Was die erfolgreiche Etablierung von kostenpflichtigen Angeboten massiv erschwert, wenn nicht gar unmöglich macht. (Macht des Marktes.)
Alleine diese Punkte, dieses Problemkreises machen ein wirtschaftliches Vorgehen in diesem Zusammenhang nahezu unmöglich.
In so fern ist jetzt auch bewiesen, dass die von der Politik vermuteten Millionenumsätze, in diesem Bereich, sicher nicht mit Geld sondern, wenn überhaupt, in Form von getauschtem Material erfolgen. Also das Thema Austrocknen von Geldströmen zur Bekämpfung bringt vermutlich herzlich wenig. Ein Lieblingsargument unserer Politiker ist damit auch nicht mehr haltbar!
Was sind daraus die Konsequenzen und Erkenntnisse?
Wir haben bei dem Thema einen Markt mit vielen kleinen Anbietern und Nachfragern. Oft sind die handelnden Personen sowohl Nachfrager als auch Anbieter. Es wird also seltenst den echt großen Schlag gegen den Markt geben. Auch wenn mal in einer spektakulären Aktion mal irgend welche Ringe mit mehreren 100 Beteiligten ermittelt und ausgehoben werden, so tangiert das den Markt kaum. Ich denke auch mit Vorratsdatenspeicherung ist diesem Problem nicht wirklich beizukommen.
Politikern werden hoffenlich aufhören sich hier auf Kosten derer zu profilieren, die durch Produktion von Kinderporno bereits Opfer geworden sind!
Wie wäre es als erstes mal mit Ursachenforschung? Wer solche Medien konsumiert und warum? Dort dann die Ursachen bekämpfen, dass wäre doch mal ein, wie ich meine, bei weitem sinnvollerer Ansatz.
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