Kategorie: "facebook"

Clickbaiting und Facebook

August 7th, 2016

Facebook möchte gegen Clickbaiting vorgehen. Was ja zu nächst löblich klingen mag ist wohl Teil der Facebook-Strategie. Facebook möchte ja gerne, dass Kunden ihrer Internetseite durch eine Facebookseite ersetzen. Ziel ist wie üblich die eigene Macht im Internet aus zu bauen. In so fern bekommt das Vorgehen gegen Clickbaiting doch plötzlich eine ganz andre hässlich Seite. Man will nicht länger Trafficliferant sein sondern den Traffic auf der eigenen Seite halten um ihn selber nutzen zu können.

Verwaltungsgericht Hamburg und Facebook

März 7th, 2016

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat in einem Eilantrag von Facebook gegen den hamburgeischen Datenschutzbeauftragten und dessen Anordung zur Zulässigkeit von Pseudonymen auf Facebook entschieden. Begründung des VG es sei irisches Datenschutzrecht an zu wenden, es sei das Recht des EU-Landes anzuwenden, "mit dem die streitige Datenverarbeitung am engsten verbunden sei". Eine Entscheidung über die man streiten kann und die hoffentlich vor dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht keinen bestand hat.
Das Verwaltungsgericht hat scheindbar 2 wichtige Grundsätze außer Acht gelassen:
1. Auf deutschem Boden ist deutsches Recht an zu wenden.
2. Für Internet gilt in Deutschland der springende Gerichtsstand.
Man kann hier Johannes Caspar nur ermutigen in die nächste Instanz zu gehen und hoffen daß die Staatsanwaltschaft prüft, ob sich das Verwaltungsgericht mit dieser Entscheidung evtl. Strafbar gemacht hat.

Twitter Bots und Seitenzugriffe

Februar 16th, 2016

Mir war vor einiger Zeit schon mal aufgefallen, daß wenn ich einen Beitrag auf Twitter gepostet habe innerhalb kürzester Zeit 13 und mehr Zugriffe erfolgt sind. Ich war mit der Seite dann etwas offline. Danach waren die Zugriffe weg. So jetzt nach 4-8 Wochen kommen wider diese erst unerklärliche Zugriffe. Verantwortlich sind da wohl Bots die die Beiträge die über Twitter und Co. gepostet werden analysieren und dann entweder darauf antworten oder für eigene Aktionen nutzen. Ziel ist wohl Manipulation durch ganze Roboter-Herden. In einem Beitrag stand: 10.000 Robots für 350 Dollar. Genutzt werden solche Robots wohl von vielen Interessengruppen, z. B. Politikern, Regierungen, Geheimdiensten aber sicher auch von der Wirtschaft oder von Wirtschaftsverbänden. Auch wenn sich das im Einzelfall nur schwer bis gar nicht nachweisen lassen wird. Unter diesem Gesichtspunkt wäre vielleicht noch für Pegida - Fans an zu merken, dass auch scheinbar in sozialen Netzwerken gelogen wird, was das Zeug hält.

Erste Entscheidung zu Facebookaccounts Verstorbener

Februar 2nd, 2016

Digitaler Nachlaß ist ein rellativ neues Thema im Bereich Datenschutz und Erbrecht. Wie die Tage bekannt wurde hat das Landgericht Berlin ein erstes Urteil zum Thema Accounts Verstorbener auf Facebook gefällt. Wobei eine Entscheidung über die Berufung von Facebook noch nicht gefallen ist. Hier die Pressemitteilung des LG Berlin:

Kammergericht: Berufung gegen das Urteil über den Zugang von Erben zu dem Facebook-Account einer Verstorbenen eingelegt (PM 6/2016) Pressemitteilung vom 01.02.2016
Der Präsident des Kammergerichts Elßholzstraße 30-33, 10781 Berlin

Das Landgericht Berlin hatte mit Urteil vom 17. Dezember 2015 Facebook Ireland Ltd. verpflichtet, den Eltern einer minderjährig Verstorbenen als deren Erben den Zugang zu einem Facebook-Benutzerkonto und den darin vorgehaltenen Kommunikationsinhalten zu gewähren (s. Pressemitteilung 2/2016). Die unterlegene Beklagte, Facebook Ireland Ltd., hat nunmehr Berufung gegen das Urteil bei dem Kammergericht eingelegt.

Das Berufungsverfahren wird bei dem Kammergericht unter dem Aktenzeichen 21 U 9/16 geführt. Über den Fortgang des Berufungsverfahrens wird zu gegebener Zeit weiter berichtet werden.

Landgericht Berlin, Urteil vom 17. Dezember 2015

Aktenzeichen 20 O 172/15 Kammergericht

Aktenzeichen 21 U 9/16

"Initiative für Zivilcourage Online" von Facebook

Januar 19th, 2016

Wie heute zu lesen hat Facebook die "Initiative für Zivilcourage Online" gegründet. Ziel ist es, Extremismus und Hassrede im Internet zu bekämpfen.
Irgend wie hat diese Aktion was von Schnellschuss. Hilft das wirklich oder drängt es nicht solche Meinungen in einen Untergrund, den man dann noch weniger sieht der aber dann ggf. um so wirkungsvoller ist. Wichtiger wäre doch das die Politik reagiert und die Probleme, die zu solchen Positionen führen, ist. Verdrängen, verbieten, verstecken ist doch nur Augenwischerei! Lösungen sind gefragt und zwar welche die wirken. Ganz neben zu warum keine gute "Gegenpropaganda", ist normal viel wirksamer.